ÖPNV-Strategie - Heute an übermorgen denken

Der ÖPNV in der Region steht derzeit am Scheideweg. In den nächsten Monaten entscheidet sich, wie die Zukunft des ÖPNV in der Region aussehen wird.

Der Verband hat in den letzten Jahren den S-Bahnverkehr mit dem 15-Minutentakt und dem Kauf zusätzlichen Bahnen sukzessive verbessert. Diese Angebotsverbesserungen sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Klimaziele damit dennoch verfehlt werden. Um das Klimaziel zu erreichen, wären laut EU-Kommission ein CO2-neutraler Linienverkehr bis 2030 und die Verdreifachung des schienengebundenen Verkehrs bis 2050 erforderlich.

Der Region fehlt es an einem ÖPNV-Konzept

Ebenso wie der Bundesregierung fehlen dem Verband Ideen und Konzepte für die Zeit nach der Inbetriebnahme des S21-Bahnhofs im Jahr 2025/26. In den nächsten Monaten müssen wir uns auf den Weg machen, ein „ÖPNV-Konzept für die Region 2050“ zu entwickeln. Dazu ist es noch stärker als bisher notwendig, sich regional zu vernetzen und gemeinsam für den Ausbau des ÖPNV in der Region aber auch in den Kommunen und Kreisen zu kämpfen.

Leitbild und ÖPNV-Ziele

Für eine Verkehrswende und die Erreichung der Klimaziele ist es notwendig auch in den Außenbereichen ein attraktives ÖPNV-Angebot zu schaffen. Dazu braucht es dichte Netze, schnelle Takte und zuverlässige Angebote. So sollte jede*r Bewohner*in der Region tagsüber ein ÖPNV-Angebot mit 15-Minutentakt und fußläufig erreichbaren Haltepunkten haben. Neben dem Ausbau von (regionalen) Busverkehren setzen wir auf ein regional koordiniertes On-Demand-System.

Mobilitätspass für die Region

Zur Finanzierung entsprechender Angebote sind wir auf zusätzliche Finanzierungsquellen angewiesen. Wir setzen dafür auf einen regionalen Mobilitätspass. In den nächsten Monaten wird es darum gehen ein kompatibles Modell für einzelne Gemeinden aber auch die Gesamtregion zu entwickeln. Ein solches Modell kann so aussehen, dass jede*r der sich in der Region motorisiert bewegen möchte, ein „Ticket“ benötigt. Dieses berechtigt dann zur individuellen Nutzung der Straßen oder aber zum Einstieg in den ÖPNV.

Ausbau der Schieneninfrastruktur

Der S-Bahnverkehr des Jahres 2030/40 muss heute geplant und projektiert werden. Wir setzen uns für den Bau der Ergänzungsstation, die Anbindung der Panoramastrecke als auch den Ausbau der sog. Zulaufstrecken ein. Maßgeblich für die Umsetzung wird allerdings der Ausgang der Bundestagswahl sein!
Die nächsten Wochen und Monate werden über den ÖPNV und das Klima 2050 entscheiden.

 

Beitrag von Michael Lateier