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Rede von Eva Mannhardt Regionalversammlung 25. Oktober

Beteiligung an der Baden-Württemberg-Tarif GmbH

Sehr geehrte Frau Regionaldirektorin, sehr geehrter Herr Vorsitzender,
liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren,

heute kommen wir einen gutes Stück voran auf dem Weg in eine kundenfreundliche Tarifstruktur in Baden-Württemberg. Es geht aber nicht um den VVS-Tarif, da sind wir leider noch nicht weitergekommen, sondern es geht um den Einstieg in einen Landestarif.

Die grün-geführte Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, einen Tarif für den Nahverkehr zu entwickeln, bei dem der Fahrgast nur ein Ticket lösen muss, egal welches Verkehrsmittel er in Baden-Württemberg nutzt und egal, in welcher Region, welchem Kreis oder welcher Gemeinde er oder sie unterwegs ist.

Bis dieser Landestarif vollständig umgesetzt ist, gibt es noch einiges zu tun. Bei 22 Verbundtarifen im Land, verschiedenen DB-Tarifen und zig verschiedenen Verkehrsunternehmen ist dieses Ziel nur schrittweise zu erreichen.

Der erste Schritt ist nun die Gründung einer Gesellschaft, die das ganze Unterfangen wirtschaftlich trägt und organisatorisch managt. Der Verband Region Stuttgart wird Gesellschafter dieser GmbH werden – gemeinsam mit dem Land – auf der Aufgabenträgerseite. Wir Grünen meinen, dass der VRS hier viel Erfahrung einbringen kann. Uns in der Region gelingt es immer wieder, die verschiedenen Interessen zusammen zu bringen, die aus den unterschiedlichen Gegebenheiten auf der Unternehmerseite, bei Bahn und Bus oder Straßenbahnverkehren oder bei den kommunalen Aufgabenträger resultieren.

Wir wollen Teil der Gesellschaft werden, allerdings eben nicht nur, um zu verwalten, sondern wir wollen auch gestalten. Der Landestarif soll nutzerfreundlich sein, er Bus- und Bahnfahren noch attraktiver und den Umstieg noch einfacher machen. Die Tickets sollen elektronisch verfügbar sein und, und, und.


Und nicht zuletzt wollen wir mehr Fahrgäste in der Region gewinnen. Fahrgäste, die von außen in die Region kommen und mit Ihrem Ticket dann ohne zu überlegen in Straßenbahn und Bus umsteigen können. Fahrgäste, die sich keine Gedanken mehr machen müssen, wie viele Zonen sie lösen müssen, um vom Bahnhof zum Daimlermuseum im Neckarpark zu kommen oder zum Deutschen Landwirtschaftsmuseum in Hohenheim oder ins Literaturmuseum in Marbach. Das bereits gelöste Ticket gilt.

Am langen Ende erwarten wir Grünen außerdem vom Landesticket auch eine Entlastung beim Individualverkehr. Gerade dadurch, dass es viel einfacher sein wird, wird ein Anreiz geschaffen, das Auto stehen zu lassen und mit Bus und Bahn unterwegs zu sein.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Einführung des Landestickets begrüßen wir außerordentlich und an der Gestaltung der Rahmenbedingungen wollen wir uns gerne beteiligen.

Wir stimmen dem Beschlussvorschlag zu.