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Antrag vom 19. Oktober 2015 zum Haushaltsplan 2016

Alternative Tarifstrukturen im VVS

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem VVS einen Vergleich verschiedener alternativer Tarifstrukturen zu erstellen. Folgende Alternativen sind insbesondere zu untersuchen:

a.    Tarifringe: eine aktualisierte Darstellung der Auswirkungen bei Wegfall aller Sektorengrenzen.
b.    Drei-Zonen-Modell: eine Zusammenlegung der Tarifzonen 10/20 zur Zone A, der Tarifzo-nen 3x/4x zur Zone B, und eine Zusammenlegung aller anderen Tarifzonen zur Zone C.
c.    Ein-Zonen-Modell: die Zusammenlegung aller Tarifzonen zu einer Regionalzone.

Dabei sollen die jeweiligen Tarifhöhen sowie die finanziellen und verkehrlichen Wirkungen (Fahrgastzuwächse/-einnahmen) unter der Maßgabe der Kostendeckungsneutralität und eines weiteren Abbaus subventionierter Tickets (z.B. Seniorentickets) dargestellt werden.
Das Kurzstreckenticket soll in allen Alternativen beibehalten und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden (z.B. durch eine Ausweitung der darin enthaltenen Haltestellen). Im Zuge dieser Vorstellung sind auch die durchschnittlichen Kosten für eine Fahrt im VVS-Gebiet aktualisiert vorzulegen.

Begründung:

Im ÖPNV-Pakt haben sich das Land, die Landkreise, die Landeshauptstadt und der Verband Region Stuttgart auf eine Steigerung um 20 Prozent bis 2025 verständigt. Um hier voranzukommen ist es zwingend erforderlich, neben Infrastrukturmaßnahmen und Verbesserungen beim ÖPNV-Takt, auch die Tarifstrukturen kritisch zu überprüfen. Dazu sind bereits vorhandene Konzepte zu aktualisieren und neue Ideen einer radikaleren Vereinfachung zu überprüfen. Dabei soll der Kostendeckungsrad gehalten und bisherige Subventionen und Ungleichgewichte (z.B. bei den Drei- und Mehrzonenkarten) bei der Fahrpreisgestaltung deutlich abgebaut werden.