
Irmela Neipp-Gereke
Birkendörfle 16
70191 Stuttgart
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Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Heilpädagogin
1958 in Waiblingen geboren und auch im Kreis Rems-Murr in Hegnach aufgewachsen. Zunächst Ausbildung zur Erzieherin (FSP-Ludwigsburg) und später berufsbegleitendes Studium zur staatlich anerkannten Heilpädagogin (FH).
Seit 30 Jahren wohne ich im Stuttgarter Norden und freue mich über die wenigen noch unverbauten grünen Flecken in den Hanglagen, die es zu bewahren gilt – nicht zuletzt aus klimatologischen Gründen für die Frischluftzufuhr der Stuttgarter Innenstadt. Das Auto habe ich abgeschafft, bin Mitglied bei Stadtmobil, nutze den ÖPNV, gehe viel zu Fuß oder fahre mit dem Rad. Ich habe eine 24-jährige Tochter, die in Frankfurt Politikwissenschaften / Soziologie studiert. Da ich mir mit meinem Mann die Erziehungsarbeit stets geteilt habe, war ich immer auch berufstätig. Beim Jugendamt Stuttgart als Heilpädagogin therapeutisch-pädagogisch, beratend und leitend tätig in der Arbeit mit verhaltens- und entwicklungsauffälligen Kindern und deren Familien.
Bei der Gründungsfeier „Raupe“ der GRÜNEN 1980 in Sindelfingen war ich begeistert mit dabei. Seit 1981 bin ich aktives Mitglied der Grünen Stuttgart – viele Jahre als OV-Sprecherin, 16 Jahre als Bezirksbeirätin und Fraktionssprecherin im Bezirksbeirat S-Nord, über 10 Jahre als Mitglied im Kreisvorstand und 6 Jahre als Kreisvorsitzende.2009 wurde ich in das Regionalparlament gewählt.
Eine starke Wirtschaft für die Region braucht zukunftsfähige, umweltverträgliche Technologien, Ressourcen schonende Produkte und eine umweltschonende Mobilität, die nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Lebensqualität sichern. Die Menschen leben, arbeiten und bewegen sich in der Region, deshalb sehe ich unter dem Aspekt „Soziale Region“ noch viel Handlungsbedarf: Zuständigkeiten dürfen nicht an der Stadt- oder Kreisgrenze enden.
Stuttgart 21 ist kein ökologisches und schon gar kein grünes Projekt! Vor allem ist es kein Projekt des regionalen Nahverkehrs wie das tägliche S-Bahn-Chaos seit Baubeginn deutlich macht. Der fehlende integrale Taktfahrplan und weitere Mängel hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs wurden auch bei der Faktenschlichtung nachgewiesen. Seit Jahren setze ich mich vehement gegen dieses unsinnige Milliardenprojekt und für einen ertüchtigten Kopfbahnhof 21 ein.
Nun hat am 27. November 2011 eine landesweite Volksabstimmung über das Projekt Stuttgart 21 stattgefunden, die von den Projektgegnern eindeutig verloren wurde. Die Werbemaschinerie der Befürworter hat Wirkung gezeigt - nicht zuletzt die aus Steuergeldern finanzierte, im VRS mehrheitlich beschlossene 1 Mio. EUR zur Werbung für das Projekt in der Region.
Grundsätzlich halte ich Volksabstimmungen für einen guten Weg zur Entscheidung in der Sache. Aber in diesem Fall kam sie einfach zu spät und es gab von den Mitteln her für Gegner und Befürworter des Projekts keine Auseinandersetzung auf Augenhöhe.
Auch wenn ich persönlich diese Volksabstimmung deshalb noch nie für eine demokratisch faire und schon gar nicht eine für die Demokratie Gewinn bringende Veranstaltung gehalten habe, akzeptiere ich als überzeugte Demokratin das Ergebnis.
Jetzt liegt es an uns GRÜNEN, den Fortgang des Projekts kritisch zu begleiten. Die sich bereits abzeichnenenden weiteren Kostenexplosionen über die 4,5 Mrd. EUR hinaus dürfen von Stadt, Land und Region keinesfalls übernommen werden - da müssen alle politischen Ebenen Wort halten und zu ihren Ansagen vor der Volksabstimmung stehen!







